Pagan Federation International

Deutschland e. V.

Berichte von der PFI Konferenz 23. & 24. September 2017

Bericht von Heiden TV

Bericht von Donate McIntosh, PFI Vorstand, Reclaiming

Eine wunderbare Konferenz, vollgepackt mit interessanten Vorträgen, inspirierenden Workshops und berührenden Ritualen. Eine Gelegenheit, alte Freunde zu umarmen und neue kennenzulernen, zusammen zu feiern, zu diskutieren, zu lachen und zu tanzen.

Dieses Jahr fand die Konferenz erstmalig im Veranstaltungszentrum Wartenberger Hof in Berlin statt, und sie dauerte zum ersten Mal zwei Tage statt wie bisher einen Tag. Der Wartenberger Hof stellte uns die Räumlichkeiten zu einem sehr entgegenkommenden Preis zur Verfügung und erwies sich so als großzügiger Sponsor der Konferenz.

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Altered Conference 2017 in Berlin

Theme: Altered States, Crisis And Opportunity

„Altered is an international gathering of consciousness explorers from all backgrounds to take part in talks, workshops and rituals on the subject of psychedelics, conscious practices, and social issues facilitated by leading experts and researchers.“

Die Konferenz (in englischer Sprache) findet vom 3. bis zum 4. November 2017 zum zweiten Mal in Berlin statt.

Tickets und weitere Informationen

Bericht vom Frith Forge Meeting 2017

Vom 6. bis zum 8. Oktober fand bei Potsdam eine Konferenz des amerikanischen Troth statt. Die PFI e.V. war vor ort durch Patricia vertreten, die gleichzeitig auch Mitglied des Troth ist.

Auch unser Mitglied Solveig war vor Ort und hat diesen spannenden Bericht geschrieben.

Autorin: Solveig, Freifliegerin, PFI-Mitglied, MOD im Panpagan Forum ([email protected])

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zu den vielen neuen englischen Vokabeln, die ich im Laufe des Wochenendes gelernt habe, gehörte das Wort „Frith“, das vom altnordischen „Herdfrieden“ abgeleitet ist. Auf die Zielsetzung des Treffens gemünzt bedeutet es, innerhalb der Sippe/Gemeinschaf den inneren Zusammenhalt und das gegenseitige Einverständnis zu fördern. Repräsentanten verschiedenartiger Asatrú-Gruppierungen aus über 10 Ländern waren zusammengekommen, um über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Glaubensausübung zu diskutieren und länderübergreifende Verbindungen zu knüpfen.

Die gemeinsame Basis war schnell definiert. Alle beteiligten Organisationen (aus Deutschland waren u.a. VfGH und Eldaring vertreten) bekennen sich zu einem offenen, toleranten und umweltbewussten Heidentum. Wie bei Asatrú-Meetings unvermeidlich, wurde (für meinen Geschmack zu) viel Raum auf das Abgrenzen gegenüber völkischen und rechten Strömungen, auf das „was wir eben nicht sind“, verwendet. Darüber kam die positive Definition, was wir sind und was wir etwaigen Aspiranten zu bieten haben, ein wenig kurz.

Im Verständnis von Inklusion (der zweiten wichtigen Vokabel dieses Wochenendes) zeigten sich große Auffassungsunterschiede. Den Amerikanern geht es um Überwindung des nach wie vor grassierenden Rassismus. Die Europäer diskutierten hitzig, wie eng das Ausschluss-Kriterium „rechte Gesinnung“ zu definieren sei. Einigkeit bestand, dass Toleranz nicht bedeuten kann, jeden beliebigen Störenfried am eigenen Herd willkommen zu heißen.

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Vortrag „Was ist Seelsorge im heidnischen Bereich? Was kann sie sein, sollte sie sein und was klappt nicht?“

Auf der PFI Konferenz war das Thema „pagane Seelsorge“ einer der Programmpunkte.

Hier kommt eine Zusammenfassung des Vortrages von Dr. Donate McIntosh und Dr. Christopher McIntosh über die „Verdandihilfe“:

Donate berichtete über den Werdegang des Projekts:

2015 traf sich eine Gruppe von paganen Leuten aus verschiedenen Gruppen und Vereinen, darunter der Verein für germanisches Heidentum, die Heidnische Gemeinschaft, die Reclaiming-Gemeinschaft, der Eladaring und die Pagan Federation International. Die Situation fehlender Seelsorge für Pagane in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen wurde diskutiert und das Projekt Verdandihilfe wurde gegründet, anfangs noch unter dem Namen „Verdandihilfe – Polytheistischer Beistand“. Die Gründungsgruppe erarbeitete Richtlinien für die Mitarbeit im Projekt sowie praktische Bögen zur Dokumentation von Klientenkontakten und anderes.

In einem zweiten Schritt wurde in der paganen Öffentlichkeit zur Mitarbeit aufgerufen, was auf große Resonanz stieß. In der ersten Mitgliederversammlung des Projekts wurden grundlegende Richtlinien des Projekts und die Gestaltung spezieller Klientenbögen verabschiedet sowie weitere praktische Verabredungen getroffen, wie z.B. die Einrichtung einer Website mit angeschlossenen Emailadressen der MitarbeiterInnen, spezifische Arbeitsabläufe und ähnliches. Die Struktur sah jährliche Mitgliederversammlungen vor, bei denen neben der Arbeit im Plenum auch neu Hinzugekommene eine Einführung in das Projekt erhalten sollten. Außerdem kam es zur Gründung des VerdandiRats, einer fünfköpfigen Lenkungsgruppe für spezielle Aufgaben wie IT, Öffentlichkeitsarbeit und ähnliches.

Die Resonanz auf das Projekt war ganz überwiegend positiv, und zwar sowohl innerhalb der paganen Szene als auch im interreligiösen Kontakt. Wie sich dann aber im weiteren Verlauf zeigte, war die Nachfrage nach unserem Angebot bei weitem nicht so lebhaft wie gedacht und erhofft.

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Vortrag Pagane Öffentlichkeitsarbeit

Auf der PFI Konferenz gab es unter anderem auch einen Vortrag über Pagane Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel Berlin.

Darüber schreibt der Blog „Hausaltar“:“

„Wir sind die mit den vielen Göttern – Pagane und PFI in der Öffentlichkeit“

Über diesen Vortrag, den Sinmara Mayfair alias Gudrun Pannier auf der PFI Konferenz 2017 gehalten hat, möchte ich hier nochmal ausführlich schreiben. Denn gerade dieses Thema interessiert mich sehr, ich würde mich gern mehr engagieren und so hörte ich Sinmara sehr gespannt zu und bat sie am Ende sogar, mir ihre Präsentation zur Verfügung zu stellen. Danke dafür!

Sinmara fasste in ihrem Vortrag die nach außen gerichteten Aktivitäten einer kleinen locker zusammen gekommenen Gruppe Paganer in den letzten zwei, drei Jahren zusammen. Darüber berichtete sie von ihren persönlichen Erfahrungen in der Paganen Öffentlichkeitsarbeit und konnte daraus Tipps und Hinweise ableiten. Ich möchte mich nun an einer Zusammenfassung versuchen, für Leute, die den Vortrag nicht hören konnten.“

Weiterlesen hier im Blog „Hausaltar“

Priestess of Cerridwen Training

Bee Helygen hat auf der Konferenz einen Vortrag über ihre Arbeit als Priestess of Cerridwen gehalten. Auf Ihrem Youtube Channel erzählt sie nun noch einmal, was es heißt, der „dunklen“ Göttin zu dienen:

May he rest well in Summerland

Raymond Buckland, der „Vater des amerikanischen Wicca“, Autor und Inspiration für viele, die auch anderen Pfaden folgten, ist von uns gegangen.

Zur Erinnerung posten wir dieses kurze Video.

Rettet den Hambacher Forst, Zukunft statt Braunkohle

Rote Linie am Tagebau Hambach

Die PFI steht auch für „Zukunft statt Braunkohle“ und wir nahmen an der Aktion „Roten Linie am Hambacher Forst“ am 26. August 2017 teil, die im Rahmen des Klima-Camps u.a. vom BUND veranstaltet wurde.
Es gibt viele Aktionen gegen diese Umstände, wie etwa ausgeco2hlt oder Ende Gelände.

Seit vielen Jahren vernichtet die RWE AG Natur und verletzt Menschenrechte, indem die Firma riesige Löcher baggert, um durch Tagebau an Braunkohle zu gelangen, den ineffizientesten Brennstoff mit der größten CO2-Erzeugung der Welt.
Ganze Orte werden im „öffentlichen Interesse“ leer gefegt, Anwohner mit unlauteren Angeboten aus ihren Häusern gepresst, wer nicht kuscht wird unter Druck gesetzt.
Die gegenwärtige Braunkohlegewinnung in Niederzier bei Düren findet diesen Stoff auf 350m Tiefe und wird ein 500m tiefes und mehrere Kilometer langes Loch hinterlassen.
Dafür verschwindet der Ort Manheim und der Hambacher Forst, ein sehr alter Wald, von dem schon über 80% gerodet wurden.
Es gibt bei der aktuellen Versorgungslage keinen Grund, an der in allen Richtungen umweltschädlichen Braunkohleförderung festzuhalten.
Seit Jahren kämpfen die oben genannten Organisationen und junge Wald-Aktvisten um den „Hambi“. Im Frühjahr waren junge Aktivisten um Standing Rock in Köln und besuchten die Rote Linie und den Hambacher Wald, unter anderem auch Nataanii Means, den Sohn des verstorbenen AIM-Aktivisten und Filmstars Russel Means.

Während der Autor noch mit den z.T. heftigen Umständen um Standing Rock beschäftigt war und den Wahnsinn um den Hambi noch gar nicht so deutlich wahr nahm, brach der bekannte Künstler Voenix eine Latte für „Hambi“.
Tatsächlich fuhr der Autor 2011 ein Jahr lang täglich die nun tote A4 Richtung Aachen und zurück und beobachtete den Neubau derselben, um den Tagebau zu erweitern. Hambi ist nicht erst seit einem Jahr gefährdet.

Nun haben wir Pagane (hoffentlich nicht zu spät) den hohen Stellenwert dieses fast schon völlig zerstörten Stücks uralter Natur wahrgenommen und nachdem wir mit Voenix zu Anfang dieses Jahres mit 4 Menschen die pagane Welt dort vertreten haben, waren wir dieses Mal 19 (NEUNZEHN) Menschen, die an Voenix Heilritual teilnahmen.

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Die Lange Nacht der Religionen Berlin 2017

Heiden auf dem Kirchentag – Am Stand der Langen Nacht der Religionen verteilten wir zusammen mit Sikhs, Sufis, Christen und Buddhisten Programmhefte an die Kirchentagsbesucher.

„Die Lange Nacht der Religionen ist ein Mittel gegen politischen und religiösen Extremismus.“

Am Donnerstag, dem 25. Mai 2017 fand die 6. Lange Nacht der Religionen in Berlin statt. Die lose Vereinigung der „Pagane Wege & Gemeinschaften Berlin“ veranstaltete in diesem Rahmen zum 3. Male einen Info-Tag im Familienzentrum „Menschenskinder“.

Ein reichhaltiges Programm mit Vorträgen und Ritualen füllte die Räumlichkeiten und den Außenbereich um das Ritualfeuer. Im erweiterten Außenbereich stellten sich verschiedene pagane Gruppen der Öffentlichkeit.

Mittwochabends haben wir auf den „Markt der Möglichkeiten“ des Evangelischen Kirchentags die Werbetrommel gerührt und mit viel Einsatz ebenso viele Programmhefte zur LndR, sowie das Programm der „Paganen Wege und Gemeinschaften“ verteilen können.
Rund 400 Besucher nahmen an den Ritualen und Vorträgen teil und der Tag wurde von den Göttern mit angenehmem Wetter unterstützt.

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